Maske Mythos Gestalt 2017- 2020

Ausbildung in Maskentherapie in Ferienkursen

Kärnten 22.-31.8.2017

Kreta 22.9.-6.10.2018

Bretagne Herbst 2019

Bali Winter 2020


Vier Ausbildung-Ferienkurse in Maskentherapie (MTH)
in 4 mythologischen Landschaften:

• Kärnten - Alpenländische Mythologie
• Bretagne - Keltische Mythologie
• Kreta - Mythologie der Göttin
• Bali - Götter - Geister und Dämonen.

Ferienkurse beinhaltet:
Du kannst diese Kurse für dich selber als Ausbildung deiner eigenen Persönlichkeit nutzen und oder als Bausteine für deine professionelle Begleitung von Menschen auf ihren Entwicklungswegen.

Eine Ausbildungsreihe in Modulform
Der Ausbildungsweg ist ein individueller.
Er besteht aus Bausteinen, die du dir selbst zusammenstellst. Eine kontinuierliche Ausbildungsgruppe kann entstehen, muss aber nicht. Die Kurse können einzeln gebucht werden. Über die grossen Ferienkurse hinaus werden immer wieder Wochenendseminare oder Einzel-Supervisionen zur Vertiefung angeboten.

Kunsttherapeutische Methode
MTH ist Gestaltungstherapie / Kunsttherapie. In der MTH werden Prinzipien von Gestaltpsychologie und Gestalttherapie angewendet.
Gestaltpsychologie:
«Wahrnehmung ist Bewegung und Bewegung ist Wahrnehmung» (Gestaltkreis).
Gestalttherapie:
Die Figur-Hintergrund-Thematik und das Kontaktprinzip
«Kontakt findet an der Grenze statt».

Mythologische Maskenarbeit
Seit 1973 erforsche ich die Wirkungen der Maske für Persönlichkeitsbildung auf einem schamanischen Hintergrund. Ich nenne diese Verbindung von Ritual, Maske und Mythos gern die Kunst der Wandlung. Die Masken holen innere Bilder ans Licht. Das wird unterstützt durch die Verbindung mit improvisierter Musik. Das Ritual gibt dem Geschehen einen Rahmen und verstärkt es.

Individueller Mythos
Unter «Mythos» verstehe ich eine Sinn gebende Geschichte, als Sinnzusammenhang.
Das gilt für Kulturen, wie für Individuen.
Kulturgeschichtlich sind Masken Symbole,
eingebettet in kollektive Mythen und Rituale. Kollektive Mythen sind die «Träume der Völker».
In der MTH steht der individuelle Mythos («Lebendiger Mythos»), der Sinn gebende Lebensentwurf des Einzelnen, im Fokus der Betrachtung.
«Lebendiger Mythos» in der MTH meint die biographische Geschichte des Individuums.
«Lebendiger Mythos» wird verstanden als Sinngestalt und Lebenszusammenhang, wie er sich in den symbolischen Maskengestaltungen ausdrückt. Maskentherapie ist damit als tiefgreifende Biographiearbeit zu verstehen.
Dabei finden oft kollektive mythische Motive
Eingang in die individuelle Gestaltung der Masken und Maskenspiele.

Ausbildungsziel:
Innere Bilder verstehen und für die eigene Entwicklung nutzen. Das Training umfasst schöpferisches Gestalten, Methodik gestaltpädagogischer und gestalttherapeutischer Begleitung, Wissen über Symbolik, Mythologie, Rituale, Bewegung, Theater und Resonanzräume.

Wegbegleiter für kreative Prozesse
Wandlungskunst ist eine integrative Arbeitsweise, die Rituale und künstlerische Medien zur Persönlichkeitsentwicklung nutzt. Psychologische Prinzipien und Interventionen dienen der Integration des symbolisch Erlebten. Vermittelt wird die Kompetenz mit kreativen Medien personale Entwicklungsprozesse anzuleiten und verantwortlich als Wegbegleiter zu unterstützen. Diese Ausbildung ist für Menschen, die pädagogische / therapeutische Prozesse mit künstlerischen Medien begleiten wollen.
MTH lässt sich in allen sozialen, künstlerischen und psychotherapeutischen Handlungsfeldern mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, sowohl in Gruppen als auch in Einzelbegleitung anwenden.

Inhalte der Ausbildung
sind Maskenbau und Maskenspiel, Kommunikation durch Musik, Bewegungserfahrungen und Rituale, die von der Tradition des Schamanismus inspiriert sind. Die Geschichten, die die Masken erzählen, werden als Spiegelungen der individuellen Biographie angesehen. Maskenarbeit ist existentielle Biographiearbeit.
Kern-Elemente einer rituellen Maskenarbeit sind Figur, Mythos, Bühne, Bewegung, Energie, Ritual, Musik, Symbolik.

Zur Prozessmethodik in der MTH

Maskenbau
Töpferton wird mit geschlossenen Augen auf einer Grundplatte zu einer Skulptur, Symbol, Sinngestalt geformt. Der Bewegungsausdruck erfasst möglichst den ganzen Körper. Eine Fokussierung auf ein Thema ist hilfreich. Die ganzkörperliche Bewegungsgestalt wird zu einer Formgestalt. Die Kontrolle und Bewertung über die Augen entfällt. So können mehr oder weniger unbewusste Tiefenstrukturen sich bildhaft entäussern.

Bewegungserfahrung und Formgestalt
Die Bewegung der Hände geht in den Ton hinein - der Körper geht aus sich heraus, doch im Ton entsteht ein Ein-druck. Das aus dem Ton herausziehen eines Tonstranges gibt der Maske Aus-druck und ist gleichzeitig ein hineinnehmen in den Körper.
Körperausdruck und Formgestalt spiegeln einander.
Das Profil der Maske spiegelt grundlegende Lebensimpulse wider, die nach Ausdruck suchen.

Kachierung und Fertigstellung
Die entstandene Bewegungsgestalt / Tonform wird bezogen auf ihren Formungsprozess betrachtet und reflektiert. Die Tonform wird dann mit einer dicken Schicht Kleisterpapier kachiert und trocknet.
Nach der Trocknungsphase (z.B. über Nacht) wird die Maskenhaut aus Papier abgehoben («geboren») mit Schellack grundiert oder bemalt. Sie bekommt eine Halterung und Sichtschlitze, so dass sie vor dem Gesicht getragen werden kann.

Presentation
In einem symbolischen Raum («Rituelle Maskenbühne») mit klaren Regeln, die Schutz geben, wird die Maske zum ersten mal beatmet
und einem Publikum ( oder Therapeuten) vorgestellt.
In der Reflexion kommt das Erleben des Maskenträgers, und der jeweiligen Zuschauer ohne Wertung zur Sprache.

Maskenspiel
Nach der ersten Presentation durch den Erbauer
darf die Maske ins Spiel mit anderen Masken treten. vielfältige Spielformen sind möglich.
Die Kommunikationsmöglichkeiten der Masken bestehen in Körperhaltung, Bewegungsform, Positionierung im Raum, Gestik. Symbolische Requisiten können den Ausdruck unterstützen.
Der Spieler berichtet sein inneres Erleben. Der Zuschauer spiegelt dem Spieler seine äusseren Bilder.
Das geschieht ohne Wertung. Der Spieler bekommt ein umfassenderes Bild der Wirkung seines Auftretens.

Analyse des Maskenspiels
Raum halten können, Autonomie und Kontaktfähigkeit der einzelnen Gestalten in der Kommunikation miteinander wird deutlich. Manipulationen des jeweiligen anderen und verlieren des eigenen Spiels ebenso.

Gesichter hinter dem Gesicht
Für den Therapeuten kann die differenzierte Wahrnehmung von Strukturen in den Maskengesichtern hilfreiches Werkzeug im Hintergrund zum Verständnis von Teilen der Lebenswirklichkeit seines Klienten sein. Deutungen der Maske sind Bedeutungen, die nur der jeweilige Erbauer der Maske selber gibt.


Die vier zweiwöchigen Basiskurse
sind einzeln oder als Gesamtes belegbar. Ergänzt werden sie durch einzelne Maskentherapie-Wochenenden. In 2017 vom 8.-11.6. und vom 23.-26.11.

Kärnten 22.-31.8.2017
Die Welt der Naturwesen

Eine Entschleunigungs-Kur für Natürlichkeit und Kreativität.
An Kraftplätzen der alpenländischen Natur mit allen Sinnen wahrnehmen und begreifen. Geheimnisse der Steine, Bäume, Quellen, Feuerwesen entdecken und in kreativen Gestaltungen zum Leben erwecken.
Mit Bewegung und Musik, mythologischem Maskenspiel und gestalttherapeutischer Reflektion.
Kursleitung Reinhard Winkler zusammen mit Almut Ladisich-Raine (Gestalttherapeutin Starnberg) . In heimeliger Unterkunft auf einem Kärntener Bauernhof.
Kursgebühr 960.-€
Anmeldungen ab sofort
09532 / 981060 Reinhard;
08807 / 1730 Almut.

Bretagne (2018 oder 2019)
Liebe und Partnerschaft

Merlin und Viviane, archetypisches Liebespaar entführen uns mit Flöte und Harfe ins mythische Herz der Bretagne in den Wald von Broceliande. Dort spielen die Sagen von Artus und dem Gral. Dort sind die Geheimnisse der Liebe und Partnerschaft zu erforschen.
Was lehren uns die keltischen Mythen über Partnerschaft?
Wir wohnen in dem 300 Jahre alten Manoir einer ehemals berühmten Seherin. Wir spielen unsere Masken am Strand des Atlantiks und zwischen den grossen Steinen der Megalithkultur.

Kreta (2018 oder 2019)
Göttin - Schlange - Labyrinth

Kreta ist die Wiege der Grossen Göttin in Europa, wo die jungsteinzeitliche weibliche Kultur am längsten Bestand hatte. Sie wurde abgelöst durch die griechischen Götter des Olymp. Wir erforschen die weiblichen und männlichen Strukturen, die bis heute unser Unbewusstes und damit uns bestimmen. Labyrinth und Schlangengöttin und Minotaurus. König Minos, raffgieriger Sohn des Zeus, Pasiphae seine begehrliche Gattin, der Stier der zum schrecklichen Minotaurus wird, Daedalos der uneigennützige Helfer, der das Labyrinth erbaut, Theseus der Held, der seine Retterin und Geliebte Ariadne verlässt, Dionysos und Poseidon im Hintergrund, die ihre Hände in Unschuld waschen. Eine ganz normale wahrscheinlich zeitlose Tragödie. Wir lernen erkennen, was es heisst, dass Frauen von der Venus und Männer vom Mars abstammen.

Bali (2019 oder 2020)
Maske, Tanz und Trance

Auf Bali lebt Maskenspiel heute noch als Ehrerbietung für die Götter. Maskentanz und Maskentrance. Masken als Darsteller und Stellenhalter universeller kosmischer Strukturen. Das Spiel von Gut und Böse
und von Krieg und Frieden. Wir gehen an den Ursprung des Theaters und Tanz zurück, wo Maskenspiel und Maskentanz
im Tempel statfinden.Wir erforschen den sakralen Raum der Maske - ihre spirituelle Funktion für den Menschen.



photo: claudia saalbach



kontakt: 09532/981060  atelier@wandlungskunst.de


n